• Verena Mischitz

Land unter! Der Meeresspiegel steigt

Würde Österreich am Meer liegen, würden aller Wahrscheinlichkeit nach die Alarmglocken läuten. Laut dem in der letzten Woche veröffentlichten Sonderbericht des Weltklimarates steht uns eine enorme Erhöhung des Meerspiegels bevor. Mit nicht zu vernachlässigenden Folgen.


In den letzten Jahrzehnten hat die Erderwärmung zu einem massiven Rückgang der Kryosphäre geführt, den mit Eis bedeckten Gebieten der Erde. Dies äußerte sich durch das Schmelzen der Schneeschichten der Gletscher und vor allem dem Artischen Eis. All das führt dazu, dass mehr Wasser in die Ozeane gelangt und der Meeresspiegel steigt. Weil vor allem in diesen Kälteregionen die Temperaturen um mehrere Grade steigen, tauen die Permafrostböden auf.


Seit 1970 haben sich die Ozeane permanent erwärmt und 90 Prozent der überschüssigen Wärme der Klimaerwärmung aufgenommen, geht aus dem Bericht hervor. Weil die Meere mehr CO2 aufnehmen müssen, verringert sich der Sauerstoffgehalt. Das führt zu Übersäuerung und einem Artensterben. Die ersten die davon betroffen sein werden sind Korallen. Diese tragen bereits bei einem Temperaturanstieg von 1,5 °C ein erhöhtes Aussterberisiko.


Folgen für die Menschheit


Aber auch Menschen sind von den Änderungen im Klimasystem betroffen. Durch den erhöhten Meeresspiegel werden Wetterextreme häufiger. Wir werden öfter mit tropischen Zyklonen und starken Regenfällen konfrontiert sein. Vor allem Küstenregionen werden in Zukunft, so die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, häufiger mit extremen Wellen und daraus resultierenden Überschwemmungen und Überflutungen zu kämpfen haben.


Auch wenn Österreich keine Küstenregionen hat, bekommen vor allem die Gletscher und die umliegenden Gebiete die Auswirkungen der Erwärmung zu spüren. Aufgrund der Schneeschmelze werden Wasserressourcen, so der IPCC-Bericht, knapper und Umweltkatastrophen durch Murenabgänge, Risse in den Bergen und instabile Böden häufiger. Das hat auch Folgen für den Tourismus.


Bis Ende des Jahrhunderts soll der Meeresspiegel um einen Meter angestiegen sein. Mit 3,6 Millimetern pro Jahr erhöht er sich jährlich doppelt so schnell, als im 20. Jahrhundert. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind sich sicher, dass selbst wenn alle Treibhausgasemissionen drastisch reduziert werden, der Anstieg sich über Jahrhunderte fortsetzen wird.


Quelle: ipcc.ch

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