• Verena Mischitz

Holen wir uns unsere Träume zurück!

Die Welt ist desillusioniert. Zukunftspläne sind der Zukunftsangst gewichen. Doch die Erde kann (noch) gerettet werden. Es ist Zeit, die Politik der leeren Worte gegen Taten auszutauschen.

Greta Thunbergs Botschaft beim UNO-Klimagipfel im Septemer war klar. Sie warf den anwesenden Politikerinnen und Politikern vor, mit ihrer fehlenden und heulerischen Klimapolitik ihr, und mit ihr der jungen Generation, die Zukunft weggenommen zu haben.

Eine Beschuldigung die durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Denn aufgrund fehlender Klima- und Umweltschutzmaßnahmen schlittern wir immer schneller in ein Dilemma aus dem wir, wenn wir nicht schnell genug Maßnahmen setzen, nicht mehr herauskommen.


Science for future


Es besteht ein dringender Handlungsbedarf. Erst gestern erklärten 11.000 Forscherinnen und Forscher im Fachmagazin "BioScience", dass "wir einem Klimanotfall gegenüberstehen". Die gesetzten Klimaschutz-Pläne des Pariser Klimaabkommen seien nicht ausreichend, um die Krise zu bewältigen. Die Staaten stehen in der Verantwortung.


Doch auch wenn es von Seiten der Wissenschaft unzählige Vorschläge zum Umwelt- und Klimaschutz gibt, wird daran vorbeidiskutiert. Die Veränderung, die notwendig ist, um die Klimakrise zu bewältigen, ist mit Verzicht verbunden - ein Verzicht, der für viele ein Verlust ist. Das gilt nicht nur für die betreffenden Staaten und Industrieunternehmen, sondern auch für die einzelnen Menschen. Denn mit dem Umstieg vom Auto auf Öffis, mit dem Nein zum Fleisch und der ersten Second hand-Jeans, statt dem neusten Trend-Fummel, stirbt auch ein bisschen Kultur. Ohne Veränderung muss jedoch die Natur daran glauben und mit ihr eine lebenswerte Zukunft. Wir haben die Wahl.


"Ihr habt mit euren leeren Worten meine Träume und meine Kindheit gestolen" - Greta Thunberg

Auch wenn es bedrohlich klingen mag, es geht nicht nur um die Zukunft der nächsten Generation, es geht um die Zukunft der Menschheit. Das ist nicht übertrieben, sondern, wenn alles so fortgesetzt wird wie bisher, realistisch und wissenschaftlich belegt.

„Der Klimawandel ist da und er beschleunigt sich rascher als viele Forscher erwartet hatten“, sagt Christopher Wolf von der Oregon State University in den USA, Mitinitiator der Erklärung im "BioScience". Ändert sich nichts, ist eine Erwärmung von drei Grad der Durchschnitttemperatur der Erde bis Ende des Jahrhundert keine Utopie mehr. Argumente wie "Ich hab doch so gerne Steak gegessen!" oder "Aber mit dem Auto war ich fünf Minuten schneller!" werden dann wohl ihre Überzeugungskraft verlieren.


Veränderung ist möglich


Es ist nicht einfach, seine Gewohnheiten hinter sich zu lassen und sich nicht ständig selbst mit Ausreden zu überzeugen. Für nach Wachstum strebende Unternehmen, wie für jede und jeden Einzelnen. Aber: Die Welt muss aus ihrer Komfortzone! Die Welt rettet sich nicht von alleine - dazu braucht es Engagement und Mut und Leidenschaft.


Wenn "die da oben" keine Handlungsstärke zeigen, dann muss Klimaschutz einfordert werden, denn "die da oben" sind in einer Demokratie die Bürgerinnen und Bürger. Wir.

Wir können über unsere Zukunft selbst bestimmen. Auch wenn Politik und Wirtschaft ihr Gewinnstreben auch weiterhin fortsetzen und keine Rücksicht auf Natur und die Zukunft der Menschheit nehmen - Wir müssen nicht mitziehen. Wir können uns dagegen entscheiden. Wir können kritisieren, anzweifeln, ankämpfen. Und wir haben allen Grund dazu. Die Wissenschaft zeigt es uns deutlich. Fridays For Future und Extincition Rebellion haben es verstanden.


Demokratie gibt uns die Mittel die Welt zu retten. Sie ist mehr als periodisches Wählen. Demokratie bedeutet Teilhabe und Mitbestimmung am öffentlichen Diskurs. Meinungsäußerung und Gestaltung.


Lassen wir uns nicht unsere Träume nehmen. Holen wir uns unsere Zukunft zurück!

How dare you!


Quelle: orf.at

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